Bezahlen per Handy, warum erst jetzt?

 
Die Frage, warum das Bezahlen per Handy noch keine weite Verbreitung gefunden, ist nicht leicht zu beantworten. Zwar gibt es einen riesigen Bedarf danach, einfach das Handy zu zücken, um damit z.B. eine Busfahrkarte bezahlen zu können. Allerdings, die Hälfte aller Deutschen sind skeptisch, was die Sicherheit dieser Methode angeht. Und wer kann es ihnen verdenken? Gerade in letzter Zeit produzieren große Konzerne negative Schlagzeilen, die einen daran Zweifeln lassen, ob Kundendaten bei Dritten wirklich sicher sind.
 
Aber langsam nimmt das Thema Fahrt auf. O2, Deutsche Telekom und Vodafone planen einen gemeinsamen Bezahldienst. Zwar gab es auch schon andere Ansätze, aber davon konnte sich keiner durchsetzen. Bisher war es – in der Breite – lediglich möglich, z.B. von handelsring.com eine Bestellbestätigung zu erhalten, falls man dort etwas über Internet erworben hatte. Aber richtiges Bezahlen?
 
Eines ist klar: Sollte sich das Bezahlen mit dem Handy durchsetzen, dann nur, wenn noch einfacher sein wird, als alle bisherigen Möglichkeiten. Das ist leichter gesagt als getan. Versuche mit Kassen-SMS, die der Kunde dann beantworten musste, sind gescheitert. Auch die beiden Anbieter „Crandy“ (Credit und Handy) oder „Luupay“ hatten hierbei wenig Glück, obwohl es bei ihnen sogar möglich war, Guthaben an andere frei zu verschicken. Letztlich spiegelt sich darin aber auch die Marktstellung hiesiger Provider wieder.
 
Während hierzulande die Planungen noch laufen, macht Google in den USA Nägel mit Köpfen. Dort laufen bereits erste öffentliche Feldversuche in größeren Städten. Es dauert also nicht mehr lange, bis auch hier, mit dem Smartphone zum Beispiel online bestellte Gardinen direkt bezahlt werden können.
 
 

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